Unsere Philosophie deckt sich nahezu vollständig mit der Philosophie von Manuel Steinbauer (Live-Rollenspiel aus Alfalter):

Die realistische Darstellung der Rolle vor möglichst absolutem Ambiente, bei einem freien Spiel, das als Regulierung nur der eigenen Vernunft unterworfen sein sollte, ist die Idealform des (Live-)Rollenspiels.

Man könnte auch sagen: „Freiheit ist die Freiheit zu wählen, an was man sich bindet.“

Realistische Darstellung heißt vor allem auch realistische Rollen. Man sollte nicht spielen, was man nicht wirklich überzeugend darstellen kann. Eine bescheidene aber detailgenaue Rolle bereichert das gemeinsame Spiel sehr viel mehr als die Darstellung der eigenen Machtphantasien.

Eine schöne Ausgestaltung bereitet Arbeit, aber sie ist ein Kernelement des Rollenspieles. Eine einzige Plastikflasche kann hierbei alles zerstören, weshalb vom Anspruch des absoluten Ambientes nicht abgerückt werden darf. Was nicht in die Spielwelt gehört, hat auch nichts im Spiel verloren. Dazu zählen auch Styroporwände, die ein jeder auf Anhieb als solche erkennen kann.

Regeln werden beim Liverollenspiel aufgestellt, um ein gemeinsames Spiel kompatibel zu machen. Das ist nötig, da beim Fantasy-Larp Elemente vorkommen, die fantastisch und damit nicht von Natur her selbsterklärend sind. Wenn man es überspitzt ausdrücken möchte, kann man sagen, Regeln werden benötigt um durch gutes Rollenspiel nicht darstellbare Gegebenheiten künstlich aufrecht zu erhalten bzw. zu erzwingen.

Wir spielen daher nach dem Prinzip des DKWDÜDK (du kannst was du überzeugend darstellen kannst). Diese etwas strikte Auslegung des DKWDDK-Systems (du kannst was du darstellen kannst) ist besonders für Magier und Wesen mit übernatürlichen Fähigkeiten etwas restriktiv. Weil man aber einen Feuerball nicht (ohne Absprache) darstellen kann und eine geworfene Kugel nun mal kein Feuerball ist, sollte es im Spiel auch keinen Feuerball geben. Ein gut gespielter Magier wird auch ohne selbigen gut zurecht kommen und seine wahre Macht durch überzeugendes Spiel besser vermitteln können als durch erzwungen wirkende Handlungen.

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Manuel Steinbauer

Als Orga möchten wir mit verschiedenen Spielstilen experimentieren und wollen neue Konzepte des Zusammenspiels gemeinsam auspropieren. Deshalb wollen wir uns zum einen nicht an das klassische Konzept NSC/SC binden, noch fest ein allgemein gültiges Konzept statuieren. Stattdessen kann jede Veranstaltung als kleines Experiment betrachtet werden. Der genaue Spielstil ist den Hinweisen zu der jeweiligen Veranstaltung zu entnehmen.

Wichtig sind uns in jedem Fall ein schönes Zusammenspiel und ein Spiel um jeden Preis. Jeder kann - egal in welcher Rolle - stimmiges Spiel für andere generieren und genau deshalb liegt es in deiner Hand unsere Veranstaltung mit Leben und Spiel zu füllen!


„… Wir sehn, daß im Gefäß nur Raum,
Nur Leere, pures Innen,
Befangensein in Wahn und Traum,
Nichts Eigenes, kein Entrinnen.“

Wir laden herzlich zu unserem Liverollenspiel vom 9. bis zum 13. Oktober 2019 auf Schloss Veldenz ein. Bespielt wird erneut die Vogtei Kolsko im tiefen Sewerien. Euch erwartet ein krimilastiger und rätselreicher Plot in einem familiären Rahmen für ungefähr 35 Teilnehmer*innen.
Wir spielen kollaborativ, dramatistisch, mit dem "Play-to-Lose"-Ansatz und Plotkarten, um die Geschichte voranzutreiben.

April 2018


„… Wir heben ihn mit blinder Hand
Zum Mund, wir trinken, wähnen,
Vom Wein sei Feucht der goldene Rand -
Er ist benetzt mit Tränen.“

Der alte Vogt von Kolsko ist tot, der neue lebt kaum einen Tag. Auf einer Burg versuchen 35 Teilnehmer*innen eine intrigenreiche Geschichte zu entwirren und ihrer eigenen Agenda zu folgen. Wir spielen alle zusammen und trotzdem gegeneinander und setzen dabei alles auf eine Karte - wohlwissend, dass man auch verlieren kann. Wieder experimentieren wir mit Spielstilen und so wird trotz viel freien Spiel der Plot mit Hilfe von Auftragskarten vorangetrieben.

März 2012

„Der tiefe Schnee lässt sie immer wieder einbrechen. Jeder Schritt ist eine Qual, jeder Atemzug brennt in der schneidend kalten Luft, hinter jeder Ecke können sie wieder lauern. Letzte Nacht hatte sie kaum geschlafen. Ihre Begleiterin macht ihr Angst. Die Hexen machen ihr Angst. Die nächste Nacht macht ihr Angst. Und dennoch weiß sie, dass sie weiter muss. Ihr armer Bruder friert sicherlich auch und fürchtet sich bestimmt genauso wie sie.

Der Jäger wusste, dass er nur wieder ins Dorf kommen konnte, wenn er erlegt hatte, was dort in diesen götterverlassenen Bergen hauste. Ganz gleich, ob das noch menschlich war. Er hatte es bluten sehen. Und was blutet, kann getötet werden.“

Eine wilde Jagd durch den Überwals beginnt. Weder Jäger noch Gejagte kennen sich, doch werden sie unweigerlich auf einander stoßen. Ein sehr kleines, experimentelles Rollenspiel im tiefen Schwarzwald für vier Festrollen und zehn weitere Teilnehmer*innen.

August 2011

„Und wer nie an seine Freunde denkt,
Und auch nie den roten Wein ausschenkt,
Der kann bleiben wo er ist.“

Und weiter geht es! Einmal ist kein Mal und deshalb muss wiederholt werden, was gut schmeckt! Der Händler Marius Magnus aus Punin möchte noch mehr Geschichten, Geschwätz und Gebäck aus aller Herren Länder und lädt deshalb wieder zu seiner fröhlichen Runde ein. Unter Freunden darf man doch alles sagen, oder? Deshalb trifft sich ein bunter Haufen von 30 Leuten und der Sommer kann beginnen!

August 2009

„Nun, meine liebe Freundin, wäre es mir eine Ehre und eine Freude Euch auf diesen Feste an meiner Seite zu wissen. Die Geschäfte liefen gut dieses Jahr und was man verdient, das soll doch auch rahjagefällig geteilt werden, nicht wahr? Und mit wem, wenn nicht mit dir, meine Teuerste, will ich diesen Gewinn ordentlich teilen. Denn die Sommer sind doch wahrlich zu kurz um in den Städten zu sitzen, wenn man doch Landluft genießen kann!“

Ein illustrer Händler lädt seine gelehrten Freunde und Freundinnen aus Nah und Fern ein, um abseits der großen Städte ein rauschendes Fest zu feiern. Doch die feinen Damen und Herren mögen nur auf den ersten Blick betrunkene Schreiberlinge sein – sonst wäre doch nicht der Inspector gekommen, oder? Das Sommerfest bietet Schlemmerei vom Feinsten, viel Musik und Tanz, den ein oder anderen freigeistlichen Vortrag und das alles mit 30 Freundinnen und Freunden.

November 2008

„... Im tiefen, dunklen Wald, da lebte einst ein Räubersmann, der so grußlig war, dass die Leute tot umgefallen sind, wenn sie ihn bloß gesehen haben. Sein Name war Wasjew und versteckt in einer Höhle hortete er gierig Schätze. Bis der Tag kam, an dem er zu Boron gehen sollte...“

Was passiert, wenn du an einen Schatz gerätst, der nicht nur dich gierig werden lässt? Ein kleines Schatzsucheabenteuer für 5 Spieler*innen und 15 NSCs bespielt einen finsteren Wald im tiefen Sewerien - und einen großen Silberschatz.